Aufgabenteilung auf Weltreise: Teamwork macht's leichter
- Livia Walker

- 1. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Man stellt sich das ja romantisch vor: gemeinsam um die Welt reisen, Sonnenuntergänge, Streetfood, Händchen halten vor Tempeln. Was man nicht bedenkt: Reisen ist im Grunde ein schlecht bezahlter Vollzeitjob ohne Wochenende. Mit viel zu vielen offenen Tabs im Kopf.
Flüge, Unterkünfte, Routen, Sehenswürdigkeiten, WLAN-Jagd und die tägliche existenzielle Krise: Was essen wir eigentlich heute?
Wenn man das nicht organisiert, endet man hungrig, genervt, oder in einem Restaurant mit 200 Google-Bewertungen und exakt 2,3 Sternen.
Also haben wir relativ schnell gemerkt: Liebe ist gut. Struktur ist besser.

Livia, die Neugierige
Wenn Livia recherchiert, dann wird manchmal ein wenig eskaliert.
Während andere noch überlegen, ob sie überhaupt in ein Land reisen, kennt sie schon:
drei geheime Wasserfälle (die natürlich „kaum jemand kennt“)
ein Tierschutzprojekt, das sie unbedingt sehen will
und mindestens fünf Food-Spots, die „wirklich authentisch“ sind
Sie ist quasi unser wandelnder Reiseführer. Nur motivierter.
Und dann wäre da noch ihre liebste Tätigkeit: mit Menschen reden. Egal ob Nachtmarkt in Bangkok oder irgendwo im Nirgendwo in Sri Lanka, Livia ist nach fünf Minuten im Gespräch, nach zehn Minuten eingeladen und nach zwanzig Minuten Teil der Familie.
Fabio, der Planer
Während Livia gedanklich schon beim dritten Tempel und Sonnenuntergang ist, sitzt Fabio da und macht das, was wirklich zählt: Er sorgt dafür, dass wir überhaupt ankommen.
Flüge, Unterkünfte, Transfers, alles läuft über ihn. Der Mann hat Excel-Tabellen für alle wichtigen Entscheidungen. Excel. Für Entscheidungen. Das muss man auch erstmal schaffen.
Dazu kommt die Technik:
Kameras? Geladen.
SD-Karten? Leer und bereit.
Kabel? Alle dabei. (Warum auch immer es 17 sind.)
Ohne ihn gäbe es von dieser Weltreise wahrscheinlich genau drei verschwommene Handyfotos und einen leeren Akku, denn er erstellt ohne Übertreibung die schönsten Fotoalben unserer besuchten Ländern.
Und ja, er findet auch Restaurants. Gute UND bezahlbare.
Warum das funktioniert (meistenst)
Wir haben schnell gemerkt, dass es ohne klare Aufgabenteilung auf Weltreise stressig wird. Wir sind sehr unterschiedlich und das haben wir zu unserer Stärke gemacht. Livia denkt in Geschichten, Farben und Begegnungen. Fabio denkt in Plänen, Routen und Backup-Lösungen. Sie hat das Gespür für Erlebnisse, er für Machbarkeit.
Überraschung, es läuft nicht immer glatt
Natürlich nicht.
Da wäre zum Beispiel:
die Unterkunft mit „Meerblick“ → aka ein winziger blauer Streifen irgendwo am Horizont
der „kurze Spaziergang“ → der plötzlich vier Stunden dauert
oder die Diskussion, ob dieser eine Umweg „sich wirklich lohnt“
Aber genau diese Momente sind die, über die wir später lachen. Nach einem kurzen Augenrollen. Und vielleicht einem Snack.
Unsere wichtigsten Regeln
Wir haben gelernt:
👉 Nicht reinpfuschen (auch wenn’s schwerfällt)
👉 Vertrauen, dass der andere schon weiss, was er tut
👉 Und wenn nicht, dann wird’s halt eine gute Story
Wenn einer gestresst ist, hilft der andere. Wenn Entscheidungen wichtig sind, treffen wir sie zusammen. Und wenn gar nichts mehr geht? Dann gibt’s Kaffee. Oder Bier. Je nach Uhrzeit und Eskalationsstufe.
Diese Arbeitsteilung gibt uns Freiheit. Jeder kann das machen, was er gut kann und gerne tut. Am Ende profitieren wir beide, sind entspannter, treffen bessere Entscheidungen und haben mehr Zeit zum Geniessen.
Fazit: Liebe ist Teamarbeit. Und manchmal auch Projektmanagement.
Reisen klingt nach Freiheit, ist aber oft einfach nur gut organisierter Wahnsinn.
Unsere Aufgabenteilung macht’s leichter:
Livia entdeckt die Welt
Fabio sorgt dafür, dass wir nicht verloren gehen
und zusammen stolpern wir durch dieses Abenteuer
Perfekt ist es selten. Elegant läuft es auch nicht immer. Aber es ist lustig, chaotisch und ziemlich genau unser Ding.




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