"Mal schauen, ob das überhaupt jemand kauft" - Wenn man seine Träume verwirklicht und ein eigenes Buch veröffentlicht
- Livia Walker

- vor 5 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Es ist lustig.
Oder eigentlich gar nicht.
Wir haben gerade unser erstes eigenes Buch veröffentlicht.
Etwas, worauf wir monatelang hingearbeitet haben.
Geschrieben.
Überarbeitet.
Wieder verworfen.
Nochmal geschrieben.
Gezweifelt.
Wieder aufgerafft.
Kurz: Alles, was zu einem Herzensprojekt dazugehört.
Und plötzlich wird ein Thema unglaublich spannend.

Plötzlich geht es gar nicht mehr um das Buch
Das Buch? Kaum.
Der Inhalt? Auch nicht.
Die Geschichten? Eher nebensächlich.
Was wirklich interessant ist, sind die Reaktionen.
Denn es gibt da zwei Sorten.
Die einen freuen sich, die anderen warten auf unser Scheitern
Die einen sagen: "Mega cool! Ich freue mich riesig für euch."
Sie stellen Fragen.
Sie wollen wissen, worum es geht.
Sie erzählen anderen davon.
Sie fiebern mit.
Und sie sind die ersten, die ein Exemplar bestellen.
Man merkt sofort: Die freuen sich ehrlich.
Und dann gibt es die anderen.
Die lächeln.
Ein bisschen zu kurz.
Ein bisschen zu schmal.
Und sagen Sätze wie: "Mal schauen, ob das überhaupt jemand kauft."
"Mit Büchern verdient man ja eh nichts."
"Es gibt ja schon so viele Reisebücher."
"Selfpublishing? Ist das überhaupt ein richtiges Buch?"
Oder mein persönlicher Favorit: "Ja, probieren kann man's ja mal. Aber so eine richtige Autorin bist du jetzt auch nicht, oder?"
Danke.
Ich hatte kurz vergessen, dass monatelange Arbeit offenbar ungefähr denselben Stellenwert hat wie ein neues Rezept für Pastasalat.
Warum müssen Träume immer realistisch sein?
Was ich spannend finde: Wenn jemand einen Marathon laufen will, wünscht man viel Erfolg.
Wenn jemand ein Haus renoviert, drückt man die Daumen.
Wenn jemand einen neuen Job beginnt, gratuliert man.
Sobald aber jemand einen Traum verfolgt, scheint plötzlich jeder Experte für mögliche Stolpersteine zu sein.
"Das wird schwierig."
"Das lohnt sich doch gar nicht."
"Die Chancen sind verschwindend klein."
Aha. Interessant.
Wenn jemand seinen Traum verfolgt
Denn all das weiss die Person meistens längst selbst.
Niemand schreibt ein Buch in der Annahme, das werde der einfachste Weg überhaupt.
Was ich in dieser Zeit gelernt habe: Oft geht es gar nicht um das Buch.
Es geht darum, was passieren würde, wenn es funktioniert.
Denn solange alle ungefähr gleich unterwegs sind, ist alles angenehm vertraut.
Normaler Job.
Normales Leben.
Normale Pläne.
Sobald aber jemand etwas wagt, verändert sich etwas.
Auch bei den Menschen drumherum.
Manchmal wäre unser Scheitern für andere bequemer
Plötzlich erinnert dein Mut sie daran, dass irgendwo auch bei ihnen noch eine Idee schlummert.
Eine Reise.
Eine Weiterbildung.
Eine Selbstständigkeit.
Etwas, das seit Jahren auf "irgendwann" wartet.
Und dieses "irgendwann" ist plötzlich ziemlich laut.
Die wenigsten hoffen bewusst auf dein Scheitern.
Manchmal wäre dein Misserfolg für sie einfach bequemer.
Denn dann bestätigt sich die Geschichte, die sie sich selbst seit Jahren erzählen.
"Siehst du? Hat ja sowieso nicht funktioniert."
Und schon bleibt alles, wie es ist.
Man merkt schnell, wer es einem wirklich gönnt
Übrigens: Man merkt unglaublich schnell, wer einem wirklich etwas gönnt.
Die Menschen, die sich ehrlich freuen, rechnen deinen Erfolg nie gegen ihren eigenen.
Sie denken einfach: "Wie schön."
So einfach.
Und gleichzeitig so wertvoll.
Dann gibt es diejenigen, die jedes Kompliment mit einem kleinen "Aber" verzieren.
"Ja, aber heutzutage schreibt doch jeder ein Buch."
"Ja, aber davon kann man nicht leben."
"Ja, aber mal schauen."
Ja.
Schauen wir doch einfach.
Wir brauchen mehr Menschen die sagen: "Mach das!"
Ich wünsche mir mehr Menschen, die sich gegenseitig Rückenwind geben.
Mehr Menschen, die sagen: "Probier es."
"Ich glaube an dich."
"Wie cool, dass du das machst."
Denn jeder Traum beginnt irgendwann mit einer verrückten Idee, an die zuerst nur eine einzige Person glaubt.
Unser Buch ist draussen.
Vielleicht wird es ein Erfolg.
Vielleicht wird es eine wertvolle Erfahrung.
In beiden Fällen hat sich der Mut bereits gelohnt.
Und falls ihr Menschen kennt, die gerade an etwas arbeiten, das ihnen wirklich wichtig ist, einer Reise, einer Geschäftsidee oder einem anderen Herzensprojekt, dann seid bitte die Person, die sagt: "Mach das."
Fazit
Wenn ihr auch findet, dass Träume mehr Unterstützung und weniger Skepsis verdienen, dann helft gerne auch uns dabei.
Erzählt von unserem Buch und der dazugehörigen Spendenaktion.
Teilt unseren Beitrag.
Empfehlt es weiter.
Schreibt eine nette Bewertung.
Vielleicht verkaufen wir dadurch ein paar Bücher mehr.
Vielleicht können wir dadurch mehr Geld an das Tierheim in Koh Chang spenden.
Vielleicht geben wir damit jemandem den Mut, seinen eigenen Traum endlich anzupacken.
Und an alle, die gespannt darauf warten, dass wir auf die Nase fallen …
… frei nach meiner guten Freundin Taylor Swift: Haters gonna hate.
Wir schreiben derweil einfach weiter.




Ich finde, dass Buch ist euch gelungen und sehr interessant🫶
Jeder der eine andere Meinung hat, soll mal versuchen ein Buch selber zu schreiben..
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen👏