Klebrige Haare in Südostasien: Mein tropischer Haar-Albtraum (und wie ich ihn besiegt habe)!
- Livia Walker

- 6. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Wie hohe Luftfeuchtigkeit, Salzluft und Minimalismus meine Haarpflege auf die Probe gestellt haben plus 7 Tipps gegen das „Wachsgefühl“.

Reisen mit Handgepäck und plötzlich klebt alles
Seit sechs Monaten reise ich mit Fabio und Handgepäck durch Südostasien. Ein minimalistischer Traum, so könnte man meinen! Sonne, Streetfood, Rollerfahrten und dann: meine Haare. HILFE! Was für ein Albtraum!
Schon nach den ersten Wochen in der feuchten Hitze fühlten sie sich wachsig, klebrig und irgendwie schmutzig an, selbst direkt nach dem Waschen. Ich schwor, ich hätte alles richtig gemacht: gewaschen, ausgespült, nichts Neues ausprobiert. Und trotzdem: ein Gefühl wie Kerzenwachs auf dem Kopf.
Ich dachte erst, das Problem sei mein Shampoo, oder noch schlimmer, ICH. Aber nein: ich habe gemerkt, bin nicht allein. Es gibt tatsächlich viele von uns. Wenn du dich also in meinem Text wiedererkennst, dann: Willkommen im tropischen Haar-Club!
Freiheit ohne Föhn, aber mit Folgen
Seit Beginn unserer Weltreise verzichte ich auf meinen heissgeliebten Haarglätter. Glaubt mir Freunde, das war echt schwer… Ein Föhn? Ebenfalls Fehlanzeige. Ich wollte weniger Gepäck, weniger Aufwand. Einfach ich, natürlich und frei.
Nur: Ich hatte unterschätzt, wie sehr mich das mit den klebrigen Haaren belasten würde. Es ist ein bisschen, als würde man täglich Stroh mit Kerzenwachs bürsten. Kein schönes Gefühl und ehrlich gesagt gab es Tage, da fühlte ich mich richtig schmutzig.
Fabio wusste auch nicht so recht, wie er mir helfen konnte. Denn ratet mal, ER kennt mein Problem nicht. Seine Haare sind wie immer. Männer haben’s da deutlich leichter, lasst euch das gesagt sein, Ladies!
Warum passiert das überhaupt?
Ich habe recherchiert, viel recherchiert. Und dabei Folgendes herausgefunden: Die tropische Kombination aus Luftfeuchtigkeit, Schweiss, Sonnencreme, Meersalz und ungewohntem Wasser ist für unsere Kopfhaut wie ein Kulturschock. Dazu kommen Shampoo-Rückstände, Mineralien im Leitungswasser (oft besonders kalk- und/oder chlorhaltig) oder schlicht: zu viel Pflegeprodukt. Das alles legt sich wie ein unsichtbarer Film über Haar und Kopfhaut. Und zack, du hast das Gefühl, jemand hat dir ein Mini-Wachslayer ins Haar geschmiert.
Meine 7 Tipps gegen klebrige, wachsig anfühlende Haare in den Tropen
Detox-Shampoo ist mein Gamechanger
Ich schwöre auf das rosa Dove Detox Shampoo (Dove Niacinamide detox). Übrigens ist dies keine Werbung, sondern meine ehrliche Erfahrung.
Es reinigt gründlich, ohne auszutrocknen, und nimmt diesen fiesen Film von der Kopfhaut. Nach dem Waschen fühlen sich die Haare endlich wieder sauberer an. Nach 2-3 Haarwäschen hast du praktisch deine alten Haare zurück.
Weniger ist mehr
Zu viel Shampoo, Conditioner oder Öl macht alles schlimmer. Ein kleiner Klecks reicht völlig. Conditioner nur in die Spitzen, niemals an den Ansatz! Und benutz nicht zu viel von den gehypten Vitamin-Pillen für die Haare, die man in jedem 7-Eleven kaufen kann. Weniger ist tatsächlich mehr!
Mit Trinkwasser nachspülen
In Gegenden mit hartem Leitungswasser hilft manchmal nur noch eines, die Haare am Ende der Dusche mit einer Flasche Trinkwasser auszuspülen. Klingt dekadent, ist es im Notfall aber wert. Trinkwasser kostet nicht viel und wenn es dir hilft, dich besser zu fühlen, ist es jeden Rappen wert.
Keine schweren Produkte
Vergiss Leave-ins, Öle oder Anti-Frizz-Cremes, die sind in tropischem Klima kontraproduktiv. Leichte Produkte oder gar nichts sind besser.
Lufttrocknen (und Hände weg!)
Hach, was hab ich rumgefummelt (in meinen Haaren, versteht sich). Doch genau das hilft so GAR nicht. Deshalb lieber Hände weg! Ich weiss, es ist schwer. Aber das ständige „Fühlen“, ob sie schon trocken sind, verteilt nur noch mehr Fettfilm. Hände weg vom Ansatz! Wenn du schon keinen Haarföhn hast, versuche das Waschen der Haare so zu timen, dass du danach nicht mit klatschnassen Haaren ins Bett musst. Die Kopfhaut kann auf dem Kissen viel weniger atmen und von der Frisur am nächsten Morgen fangen wir gar nicht erst an zu sprechen.
Hut oder Tuch, die stylishe Tarnung
Bad Hair Day? Es geht einfach gar nichts mehr? Kein Problem! Ein Hut, Tuch oder Bandana schützt vor Sonne, sieht eigentlich meist ganz okay aus und kaschiert alles. Win-win!
Humor hilft wirklich
Ihr kennt mich, das ist mein liebster Tipp. Deine Haare sind nicht „kaputt“, sie gewöhnen sich nur ans Klima. Mit etwas Geduld (und den Tipps) wird’s besser. Und bis dahin: nimm’s mit Humor.
Fazit
Klebrige Haare in Südostasien? Total normal. Ich hätte nie gedacht, dass mich das so beschäftigen würde. Aber hey, auch auf Reisen darf man Probleme haben. Mit dem richtigen Shampoo, einer Prise Gelassenheit und ein bisschen Selbstironie sieht die Welt gleich wieder glänzender aus (im besten Sinn!).
Bis dahin: Grüsse aus der Dusche mit Haaren, die endlich wieder ein bisschen mehr nach Haaren aussehen.





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